
Prinzessin Awifee
Endlich hatte ich neben unserem turbulenten Familienleben wieder einmal genug Zeit (ok, ca. 30min
) um ein spontan geplantes Shooting durchzuführen.
Da sich Arwen zum 4. Geburtstag lauter Prinzessinnen und Feen Accessoires wünschte, hatte ich sofort den Gedanken dies als Motiv zu verwenden.
Eigentlich wollte ich ja in den Wald gehen und mit eine entsprechende Location aussuchen, aber irgendwie haben wir nie die Zeit dafür gefunden, respektive das Wetter spielte auch nicht immer mit. Somit haben wir uns mit unserem Garten abgefunden.
Meine Ursprüngliche Idee war es Arwen, ehh Prinzessin Awifee , so zu positionieren dass im Hintergrund unscharfe Farbige Bäume dem ganzen etwas Magisches verleihen. Dazu habe ich je einen Blitz mit einem Rot und Blau Filter am Boden Richtung Baum positioniert und Arwen mit einem separaten, neutralen Blitz mit einer Lumiquest SB-III ausgeleuchtet.
Da ich mein neues Sigma 150mm/2.8 verwendete musste ich mich ziemlich am anderen Ende des Gartens positionieren. Tja und da fingen die Probleme auch schon an:
Zu erwarten dass Arwen länger als 5 Sekunden still hält war ziemlich utopisch, nach jedem zweiten Foto sprang sie zu mir herüber und wollte unbedingt das Resultat sehen
Danach musste ich sie wieder positionieren, nur damit ich nach 2 Bildern schon wieder aufstehen und das ganze wiederholen durfte.
Von daher blieb mir nicht viel Zeit und konnte nicht wie gewünscht das Bild balanciert ausleuchten. (Das Rot ist mir viel zu hell/stark)
Zudem passiert es mit einem 150mm Objektiv (mit einer Nikon D300 ergeben sich 225 mm daraus) schnell dass ich Arwen im Bild abgeschnitten habe. Daraus resultierten zwar lustige Bilder, die mich aber nicht wirklich überzeugten.


Etwas unglücklich wollte ich die Fotos schon archivieren, als ich auf eine interessante Idee in der aktuellen Ausgabe von Practical Photography gestossen bin. In dem Artikel wird beschrieben wie man mit einer Textur versucht ein Bild interessanter zu gestalten. Unter dem Strich ist das ganze ziemlich einfach:
Mit einem Bildbearbeitungs Programm lädt man das Bild und addiert diesem in einem separaten Layer ein abstraktes Muster. Danach verschmeltzt man die beiden Bilder indem man die beiden Layer durch einen ausgewählten Modues verbindet.
In meinem Besipiel habe ich dabei Gimp verwendet und das Ursprungsbild mit dem Modus “Grain extract” mit folgender Textur verschmelzen lassen.
Damit kann ich zwar die schlechte Bildkomposition nicht verbessern, finde dass Resultat dennoch um einiges gelungener als das Original.